Ein Gedanke zu „Reutlingen wählt für 8 Jahre …

  • 22-01-2019 um 11:39
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    Als wir 2015 in der Tübinger Straße, auf dem ehemaligen COOP-Areal, im Gebäude über der Kita, eine Wohnung kauften, wurde uns vom damaligen Verkäufer versprochen, dass in der 30-er Zone der Verkehr verlangsamt, beruhigt und deutlich reduziert verlaufe.
    Insbesondere werde durch die neue Kita besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Kinder gelegt.
    Nun, nach fast 3,5 Jahren stellen wir fest, dass weder der Verkehr verringert oder verlangsamt wurde, die 3o km/h weder von den öffentlichen Bussen, noch vom PKW- und Lastwagenverkehr eingehalten werden und wenige bis keine Verkehrskontrollen stattfinden.
    Nach Fertigstellung des Scheibengipfeltunnels fand eine gewollte Verkehrsverlagerung von der B28 – Konrad-Adenauer-straße jetzt in die Bantlin-Straße statt.
    Auch wurde der LKW-Verkehr über die Konrad-Adenauer-Straße ausgesperrt und dort eine Pförtnerampel angebracht, die die Zufahrt zur Stadt behindern soll und somit gewollt Stau verursacht.

    Jetzt sucht sich der Verkehr zum großen Teil Schleichwege über die Bösmannstraße und/oder Tübinger Straße in die Tübinger Straße und bringt somit ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auch nachts mit sich.
    Aus Angst vor einem Dieselfahrverbot wird versucht, gezielt um die Lederstraße herum mittels Tempo 40 (leider nicht flächendeckend auch in Eberhard-, Karlstraße u.a.), partieller Verkehrsreduzierung und dem Einsatz umweltfreundlicherer Busse dort und nur dort die Feinstaubreduzierung zu erzwingen.
    Dass in angrenzenden Gebieten, auch Wohngebieten, dadurch der Lärm und Schmutz erhöht wird, wird wohl billigend in Kauf genommen.
    Auch wird billigend in Kauf genommen, dass In der Tübinger Straße, Abschnitt Bantlin-Gutenberg-Straße das Verkehrsaufkommen deutlich erhöht wurde. Mutmaßlich werden nun in diesem Bereich die alten bis sehr alten Dieselbusse eingesetzt und Tempo 30 in den vergangen Jahren so gut wie nie kontrolliert. Es gibt keine stationären Blitzer, keine Geschwindigkeitsanzeigen und vor und nach der Kita keine optischen Hinweise auf Kinder.
    Das erleichtert dem Ausweichverkehr die Umgehung der stauträchtigen Einfahrt in die Stadt über unser Wohngebiet.

    Die Tübinger Straße ist in den letzten Jahren bewusst zur Wohnstraße geworden, und wurde mit dem von der Stadt genehmigten großen, neuen Wohnareal auf dem früheren Coop-Gelände sogar noch aufwerten. Prima, wir brauchen ja auch Wohnraum in den Städten.
    Eine sehr große Kita mit bis zu 80 Kindern bringt nun zwangsläufig auch erhebliche PKW-Verkehr der Eltern mit sich, die ihre Kinder zur Kita bringen wollen. Nun gut, dies sollte aber auch für Eltern und Kindern sicher ablaufen können.
    Die Überquerung der Straße von den Kurzzeit-Parkplätzen zur Kita allerdings wird durch den vielen, schnellfahrenden Verkehr immer gefährlicher, da weder ein Zebratreifen, noch eine optische Barriere auf der Straße angebracht sind und somit den Verkehr bremsen könnten. Selbst die Omnibusse sind hier oft unglaublich schnell unterwegs.

    Muss den erst ein schrecklicher Unfall passieren, bis die Kinder vor ihrer Kita auch vor dem Verkehr geschützt werden?
    Es ist preiswert und ohne großen Aufwand hinzubekommen, vor der Kita auf der Fahrbahn farbige Barrieren aufzumalen, diesen Bereich als Spielstraße auszuweisen, die LKWs auszusperren und statt der Fußgängerampeln stationäre Blitzer zu installieren. Die Stadt hätte hier sogar noch einen gewinnbringenden Mehrwert.

    Schauen Sie sich doch mal die kerzengerade Straße an, die lediglich am Westbahnhof einen Knick macht, ansonsten eine feine Rennstrecke darstellt. Selbst wir als Anwohner müssen uns immer wieder neu darauf aufmerksam machen: Achtung langsamer fahren!!! Es gibt doch so viele kostengünstige Möglichkeiten Abhilfe zu schaffen, die ein klein wenig mehr Sicherheit für die Anwohner bringen könnten und den Autoverkehr reduzieren und langsamer machen!

    Wir leiden alle sehr unter dem zunehmenden Lärm hier in der Tübinger Straße. Morgens, mittags und abends staut sich der Verkehr häufig vor der Ampel an der Gutenbergstraße. Die LKWs donnern schon früh morgens und spät abends durch das Gebiet und nachts jagen dröhnende „Formel-1-Piloten“ hindurch.
    Wir hoffen alle auf intelligente Ideen, die helfen können, dass wir wieder freier durchatmen, unsere Kinder sicherer über die Straße gehen und wir alle nachts wieder ruhiger schlafen können.

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